Für den frühkindlichen Spracherwerb und ihre Beziehung zum Lesen sind Sprachvorbilder und aktiver Umgang mit Sprache elementar. Eltern, die mit ihren Kindern von Anfang an intensiv sprechen und nonverbal interagieren, fördern ihre kommunikativen und sprachlichen Kompetenzen.
„Neben Sprachentwicklung werden durch Vorlesen, Erzählen oder das Betrachten von Bilderbüchern noch etwas ganz wichtiges gefördert. Kinder erlernen die Fähigkeit der Empathie, was bedeutet, sich in andere Personen hineinzuversetzen und sich emotional an Vorgängen außerhalb ihrer selbst zu beteiligen“, sagt Ellen Stock.
Die Kinder der Regenbogentagesstätte freuen sich über den Vorlesegast und das mitgebrachte Buch „Herr Seepferdchen“, von Eric Carle. In farbenfrohen Bildern in der Geschichte erzählt, wie Herr Seepferdchen Papa wird. Ein Stück Meeresbiologie für die Kleinsten und eine warmherzige Geschichte über die liebevolle Geborgenheit, die ein Vater seinen Kindern gibt.
Vor 15 Jahren ist von der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutschen Bahn der bundesweite Vorlesetag ins Leben gerufen worden. Eltern sollen ermuntert werden, ihren Kindern mehr vorzulesen und damit das Interesse an Büchern zu wecken. Inzwischen ist der Vorlesetag das größte Vorlesefest in Deutschland.